Drei Lesetipps – Nr. 3

Design Thinking: Lernend nach vorne gehen

Es gibt unzählige Versuche zu definieren, was Design Thinking genau ist. Weil das so schwer zu fassen ist, lese ich jeden Artikel zu dem Thema, den ich in die Finger kriegen kann. Den Definitionsversuch von Annie Kerguenne teile ich: Die Drei Kernelemente von Design Thinking sind für Sie “Multidisziplinarität”, “Nutzerzentrierheit” und “Lernend nach vorne gehen”. Das bedeutet für mich, dass Unternehmen alle Aktivitäten auf die Kunden und Menschen ausrichten und Teams  bilden, die sich gegenseitig mit unterschiedlichem Wissen und Erfahrungen unterstützen. Und nicht weniger wichtig: Wer Design Thinking umsetzen will, braucht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auch Führungskräfte!!!), die jeden Tag dazu lernen wollen und etwas riskieren.

page-online.de/branche-karriere/design-thinking-definition-und-kernelemente

Unternehmenskultur als Grundlage für die Digitalisierung

Auf dem Bank-Blog habe ich einen Artikel gefunden, der auf ein sehr wichtiges Thema aufmerksam macht: Ein Unternehmen (nicht nur Banken) lässt sich nur verändern, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas Neues zu wagen. Strategien und Anweisungen von oben bewirken wenig. Die meisten Menschen – so die These – sind bereit diesen Schritt ins Neue zu gehen, wagen dies aber aufgrund einer starren, schuldorientierten und hierarchischen Unternehmenskultur nicht. Im Artikel plädiert Florian Semle für das Konzept “Intrapreneurship”. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen im Unternehmen als Unternehmer und Start-Up handeln. So könen sie neue Ideen ausprobieren und innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Sie brauchen dazu aber Freiraum – Semle nennt es “Sandboxes” – und vor allem eine Führung, die Experimente und Fehler erlaubt. Ein interessanter Aspekt schließt den Artikel ab: Wenn diese “Sandboxes” geschaffen sind und sogar erfolgreich sein sollten: Wie kann ein Unternehmen diese innovativen Kerne wieder in das Gesamtunternehmen integrieren?

www.der-bank-blog.de/yes-you-can/innovation/29787

Agiles Lernen: ein Wiki

Zum Schluss noch ein Hinweis auf ein neues Wiki: agiles-lernen.wiki. Hier finden sich zahlreiche Begriffserklärungen von “Art of Hosting” über “Learning Nuggets” und “Lego Serious Play” bis hin zu “Zukunftswerkstatt”. Außerdem gibt es Materialien und Checklisten zum Herunterladen. Eine interessante Fundgrube für alle, die Workshops machen und an neuer Lern- und Unternehmenskultur interessiert sind. Noch ist nicht alles perfekt, aber – wie bei jedem Wiki – jeder kann mitmachen und das Wiki verbessern.

www.agiles-lernen.wiki

Drei Lesetipps – Nr. 2

Unternehmen brauchen mehr als ein paar Design Thinking Schulungen

http://futurice.com/blog/design-thinking-is-dead-long-live-innovation

Ein paar Design-Thinking-Schulungen hier, ein Workshop dort und schon ist das Unternehmen kreativer, innovativer und flexibler und den Anforderungen der digitalen Transformation gewachsen? Das funktioniert leider nicht. Unternehmen brauchen neben Schulungen:

  • die richtigen Werkzeuge
  • Verzicht auf Perfektion
  • Leute mit Macherqualitäten
  • neue Systeme, um Innovation zu bewerten.

Lesenswerter Beitrag.

Schnelles Feedback gehört zum Design Thinking

http://www.horsesforsources.com/blog/barbra-mcgann/design-thinking-exercise_042817#sthash.r0FrHtDZ.dpuf

Das ehrlichste und damit wertvollste Feedback erhält man von Menschen während sie noch dabei sind etwas zu tun oder es eben gerade beendet haben. Daher ist es gut, wenn man sich sofort nach einem Meeting oder Workshop gegenseitig Feedback gibt. So können alle lernen. Wie das funktionieren kann, beschreibt der Artikel. Einfach mal ausprobieren.

Philosoph macht Druck

http://www.deutschlandfunk.de/die-zukunft-der-arbeit-wir-dekorieren-auf-der-titanic-die.911.de.html?dram:article_id=385022

“Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um”, so lautet die Überschrift zu einem Interview, das der Deutschlandfunk mit dem Philosophen Richard David Precht geführt hat. Precht hält die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und unsere Gesellschaft für gravierender als wir uns das im Moment eingestehen. Warum gibt es keine breite gesellschaftliche Debatte, wie wir die Zukunft im Zeitalter der Digitalisierung gestalten wollen? Nur Liegestühle umstellen reicht nicht, wir müssen die Titanic vor dem Untergang bewahren. Let`s do it.

Drei Lesetipps – Nr. 1

Definiere “Innovation”: Ein guter Ansatz

https://soapboxhq.com/what-is-innovation/

Eine einleuchtende Definition von “Innovation”. Entscheidend aus meiner Sicht: Ein wesentlicher Bestandteil von “Innovation” ist Umsetzung. Wenn nach den vielen schönen Workshops und Projekten hinterher nichts dabei herauskommt, dann gibt es eben auch keine Innovation und alles bleibt wie es ist. Schöner Artikel.

Neue Arbeitswelt: Handelsblatt wirft einen Blick auf die Cebit

http://app.handelsblatt.com/technik/cebit2017/digitalisierung-der-arbeitswelt-cebit-2017-jetzt-wird-es-richtig-ernst-fuer-alle-berufsgruppen/19561714.html?mwl=ok

Schöne neue Arbeitswelt – Auf der Cebit 2017 wird die Zukunft der Arbeit gezeigt. Einen Blick wert.

Den Nutzen von Design Thinking messen

https://www.linkedin.com/pulse/three-step-process-start-measuring-roi-designthinking-zheleva-?trk=v-feed&lipi=urn%3Ali%3Apage%3Ad_flagship3_detail_base%3BoBq22i3mKwiiDjDz%2BM8x9g%3D%3D

Was bringt Design Thinking? Eine sehr wichtige Frage. Ein bisschen Post ist kleben, Spaß haben und auf der Straße mit den Kunden reden. Und dafür muss man Geld zahlen? Was bringt Desing Thinking Unternehmen? Das müssen wir beantworten, sonst ist der Hype schneller vorbei als uns lieb ist.